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Die Traumfrau

 
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Erika
Gast





BeitragVerfasst am: 30.12.2003, 12:48    Titel: Die Traumfrau

von Erika (bergmann-borkum@knuut.de) am 26.Jun.2001 13:13

Die Traumfrau

"Verschwinde !" schrie Susanne und warf zornig mit dem Aschenbecher nach Rocco. Der junge Mann konnte sich gerade noch ducken, sonst wäre er getroffen worden.
"Ich habe genug von deinen Weibergeschichten!" schimpfte sie aufgebracht weiter.
Rocco versuchte sie zu beruhigen, "Aber Schatzi! Nimm das doch nicht so ernst. Du weißt doch, ich lieb nur dich." Er wollte ihr versöhnlich übers Haar streichen, doch sie wich ihm geschickt aus und gab ihm eine schallende Ohrfeige.
"Hau endlich ab! Ich will dich nicht mehr sehen!"
"Aber Schatzi, es war doch garnichts. Du kennst mich doch!"
"Eben! Deswegen ist jetzt entgültig Schluß!"
Die zierliche Frau öffnete blitzschnell die Tür, gab ihm einen heftigen Stoß und schlug hinter ihm die Tür wieder zu. Dann warf sie sich in den Sessel, der neben ihr stand und heulte wie ein Schlosshund.

Rocco war - überrascht durch den unerwarteten Stoß - gestolpert und zu Boden gefallen. Verärgert stand er auf und schüttelte den Kopf. Dann trat er wütend gegen die geschlossene Tür." Du kommst sowieso wieder zu mir zurückgekrochen, blödes Weibsbild!" rief er, drehte sich um und ging.
Eine ganze weile irrte er ziellos durch die Straßen, bis er sich schließlich in seiner Lieblingskneipe wieder fand.
Sein Kneipenkumpel Holger kam - leicht angeheitert - auf ihn zugewankt und klopfte ihm erfreut auf die Schulter, " He, Rocco altes Haus! Lange nicht gesehen!"
" Ach Holger, na alter Schwede? Immernoch mit deiner Alten zusammen? "
" Aber klaro, die laß ich doch nicht gehen! Und wie stehts mit die?"
Rocco machte ein genervtes Gesicht, " Frag lieber nicht, meine hat mich gerade vor die Tür gesetzt."
" Ohje, das klingt ja garnicht gut. Komm, ich geb dir ein Bier aus." Holger schob Rocco vor sich her, bis an die Bar und gab der Bedienung ein Handzeichen. Nur wenige Minuten später hatte jeder ein frisches, kühles Bier vor sich stehen.
"Scheiß Weiber!" schimpfte Rocco, die sind wirklich nur für eines gut!"
Holger war da anderer Meinung, " Das finde ich aber nicht! Ich bin schon 15 Jahre mit meiner Anna zusammen und hab es bis heute nicht bereut - ehrlich nicht!"
Rocco schüttelte zweifelnd seinen wohlgeformten Männerschädel, " Aber das wird doch langweilig. Für mich wäre das garnichts!"
" Ja für dich! Du bist ja auch so ein Frauentyp, für eine wärst du warscheinlich zu schade. Aber man muß sich in einer Beziehung eben auch etwas Mühe geben und sich was ab und zu etwas einfallen lassen. Meine Frau überrascht mich immer wieder! Mir war jedenfalls noch nie langweilig."
Rocco seufzte und nahm einen tiefen Schluck aus seinem Glas, " Hast du ein Glück Mann, meine hat mich einfach abserviert. Aber vielleicht war es auch nicht die richtige."
Holger sah den Freund fragend an, " Aber deine Susanne macht das doch nicht ohne Grund?"
Rocco blickte verlegen grinsend zu Boden," Naja, sie hat mich mit ner anderen erwischt."
Holger stöhnte über Roccos Dummheit laut auf und schlug sich pathetisch die Hand auf die Stirn, " Dann ist es ja kein Wunder, wenn sie die rauswirft, das würde jede Frau tun."
" Aber Susanne doch nicht," entgegnete Rocco kopfschüttelnd, " die weiß doch wie ich bin. Sonst sah sie das auch nie so eng."
" Das galubst du doch selbst nicht! Keine Frau nimmt so einfach einen Seitensprung hin."
"Susanne schon, sie kennt mich ja nicht anders. Sie weiß daß ich die Abwechslung brauche."
Bewundernd sah ihn Holger an, " Mann, um so eine Frau beneide ich dich. Wenn sie das wirklich in Kauf nimmt, kannst du ja de haben die du willst!"
Rocco nickte und machte dabei ein trübseliges Gesicht, " Jetzt wohl nicht mehr, Susanne meint es diesmal wohl ernst."
Sie hatten inzwischen beide ihr Bier ausgetrunken und Rocco bestellte zwei neue.
Eine ganze Weile saßen sie nur schweigend da und hingen ihren Gedanken nach.
Der Alkohol zeigte auch bald seine Wirkung und der Macho sah sein Problem schon garnicht mehr so schlimm.
" Wenn deine Frau wirklich so ist, wie du sagst, wird sie sich sicher wieder beruhigen." sagte Holger nachdenklich, " Wirst sehen, die läßt dich bald wieder in ihre Wohnung. Wenn nicht - Pech! "
" Hast ja recht Holger, andere Mütter haben auch schöne Töchter, oder?"
" Jaaa, " stotterte der Freund plötzlich aufgeregt, " zum beispiel diese da!" Er zeigte unauffällig zur Tür, die sich gerade geöffnet hatte.
Eine Frau in einem langen roten Kleid trat ein. Das Dekollete´ reichte hinunter bis zum Bauchnabel, so daß die üppige Brust nur spärlich bekleidet war. An der Seite war das Kleid ab der Hüfte geschlitzt und man konnte ihre langen, wohlgeformten Beine erkennen.
Nachdem die beiden die Figur der Frau genau betrachtet hatten, fielen ihnen ihre meergrünen Augen auf, die stark geschminkt und von dicken, falschen Wimpern umrahmt waren. Auch der schön geschwungene Mund war geschminkt. Er hatte die selbe knallrote Frabe wie das Kleid.

Holger hielt nervös den Atem an Rocco stieß einen leisen Pfiff aus, "Das ist ein Weib! Siehst die, was die für Dinger hat? "
" Das kannst du laut sagen! Der gugste oben rein und unten wieder raus!"
Als ob sie die Blicke bemerkt hätte, steuerte sie ziehlstrebig auf die beiden zu. Dabei lächelte sie kokett und fuhr mit der Zunge aufreizend über ihre Oberlippe.
" Die muß ich haben!" stieß der Macho mit heiserer Stimme leise aus.
" Holger grinste, " Für mich sieht es eher nach dem Gegenteil aus. Ich glaube sie will dich haben!"
" Is doch egal, wir wollen eben beide!" Rocco bekam plötzlich ganz feuchte Hände, " Paß auf, sie kommt rüber. Die hab ich im handumdrehen da, wo ich sie haben will."
Holger grinste wieder und dachte sich seinen Teil.
Jetzt stand sie direkt vor Rocco und sein lüsterner Blick glitt an ihr herunter. Ihre Gestalt war groß und schlank. Die endlosen Beine waren in schwarze Strümpfe gehüllt, die von Strapsen gehalten wurden.
Gierig nahm Rocco eine großen Schluck von seinem, inzwischen schon etwas abgestandenem, Bier und leckte sich den Schaum von den Lippen.
" Hallo, Süßer!" hauchte sie mit tiefer, erotischer Stimme und strich ihm mit der Hand über sein markantes Kinn.
Rocco wurde nervös - das war ihm noch nie passiert! Doch er erklärte es sich damit, daß diese Frau ganz besonders erotisch auf sie wirkte, oder daß es an ihrem betörenden Parfümduft liegen mußte.
" Hallo, wen haben wirdenn da?" seine Stimme hatte einen heiseren Unterton.
" Ich bin Nina." flüsterte sie ihm ins Ohr, " und wer bist du? "
Sie zog sich eine Barhocker heran und setzte sich soh nah neben ihn, daß sich ihre Schenkel berührten.
Sonst war er immer derjenige, der die Frauen anheizte, aber diesmal war es anders! Die Hände des Machos waren noc immer feucht und ihm wurde so warm wie noch nie.
" Rocco." stotterte er, als er den feurigen Blick aus ihren grünen Augen auffing. Jetzt war ihm nicht mehr Warm, sondern heiß!
" Rocco." säuselte ihre rauchige Stimme, " willst du mit zu mir kommen? "
Er wollte!
Hastig trank er sein schales Bier aus, zahlte seine Rechnung und verabschiedete sich von seinem Kumpel.

Sie wohnte direkt um die Ecke und Rocco war froh darüber, er hatte schon ganz weiche Knie. Das kannte er überhauptnicht von sich - sonst war er immer ganz lässig und hatte alles unter Kontrolle.
" mann, das ist ja eine Wohnung!" rief er ertsaunt, als sie bei ihr angekommen waren, " So stelle ich mir eine Lasterhöhle vor!" grinste Rocco.
Die Wohnung hatte wirklich etwas lasterhaftes. Designermöbel vom feinsten - alles plüschig und extravagant, in den schrillesten Farben - eben wie Nina.
" Darf ich dir einen Drink anbieten?" sie sah ihm tief in die Augen.
" Wenn du Whisky hast, gerne." antwortete er nervös.
" Kommt sofort!" Nina füllte zwei Gläser ind setzte sich , mit den beiden Gläsern in der hand, auf seinen Schoß. Sie hielt ihm eines der Gläser hin, " Hier mein Schatz!"
Rocco stürzte den Whisky in einem Zug hinunter. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten.
Ihm wurde plötzlich ganz schwindelig. Vielleicht lag es aber auch an dieser Frau, die gerade dabei war ihn auszuziehen.
" Komm Schätzchen, " hauchte sie verführerisch, " wir machen es uns gemütlich.
Ich muß dir nur nich eine Kleinigkeit sagen."
Rocco kam in Fahrt, Du mußt mir nichts sagen, ich versteh dich auch so." Seine zitternden Hände machten sich an ihrem Reißverschluß zu schaffen. " Ich weiß doch ganz genau, was du willst!"
" Aber es ist wichtig, du mußt etwas wissen.."
" Später, " flüsterte er und streifte ihr das Kleid von den Schultern.
Nina stand jetzt in Body und Strapsen vor ihm.
Verdammt - dachte er, wie geht das Ding blos auf!
Sie nahm seine Hand und führte sie zwischen ihre Beine, " da sind drei kleine Häckchen,die mußt du aufmachen."

Die Hitze und das Schwindelgefühl ließen ihn nicht mehr klar denken und er mußte erst eine Weile suchen, bis er die Häckchen fand.
Doch plötzlich wurde ihm eiskalt!
Was war das?
Erschrocken sah er an Nina herunter. Sah er wirklich das, was er da sah ?
Nina nickte zerknirscht, " das wars, was ich dir die ganze Zeit sagen wollte! Ich hieß früher Nino und in zwei Wochen kriege ich endlich dieses lästige Ding da unten wegoperiert. Dann bin ich eine Frau."

" Nein!" schrie Rocco geschockt. Er, der coole Macho - hätte es doch beinahe mit einem Mann getrieben! Hastig packte er seine sachen zusammen und rannte fluchtartig nach draußen.
Es war ein Mann... es war ein Mann... hämmerte es in seinem benebelten Schädel. Und er schwor sich seine Frau nie mehr zu betrügen...
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