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McPaper – nie wieder

Jeder kennt das wohl: Man kauft etwas, kommt nicht direkt dazu, es einzusetzen, und stellt Wochen später zu Hause fest, dass man das Falsche erworben hat. Mir ging es so mit McPaper. Ich hatte Aktenordner gekauft, aber leider welche mit vier Ringen (also Doppellochung) statt der Einfachen mit zwei Ringen erwischt. Laut Herlitz ein Doppelordner mit “2 Mechaniken für Ablage A5quer“. Dummerweise war kein Beleg mehr da. Vielleicht deshalb, weil bei jenem Einkauf auch Schulzubehör für meine Kinder gekauft wurde und ich ihnen den Beleg für ihre Mutter mitgegeben hatte. Alle anderen Einkaufs-Belege von McPaper passten weder vom Betrag noch von den vermerkten Einkäufen her. Aber hey, die Ordner waren noch in der Original-Tüte, sogar mit Werbezettel, man sah ihnen an, dass sie noch nie benutzt worden waren. Sollte also kein Problem darstellen, oder?

Es war ein Problem. Ich wandte mich freundlich an die Kassiererin, nachdem ich mich brav angestellt hatte. Fragte wegen eines Umtauschs, da ich sowieso eine Menge Aktenordner brauchte. Nein, das ginge nicht ohne Bon. Hey, da war die Original-Tüte, zwei unbenutzte Ordner und ich ein Stammkunde. Nein, Vorschrift von der Zentrale. Umtausch nur mit Kassenbon. Keine Kulanz? Nein.

Ich war frustriert. Nicht nur wegen des Geldes, sondern: Was sollte ich mich diesen Spezialordnern, die ich gar nicht brauchte? Hätte die Dame nicht vielleicht doch einfach die beiden Ordner tauschen können, anstatt sich auf Vorschriften von oben zu berufen? Ob McPaper von oben wirklich so viel Druck macht oder die Verkäuferin einfach nur keinen Bock hatte?

Ergebnis: Statt zwei Ordner im Wert von je ca. 4,60 bis 6 Euro einfach nur zu tauschen, hat McPaper nun einen Kunden verloren. Künftig gibt es gar keine Einkäufe mehr dort, weder für meine Firma, noch für meine privaten Sachen. Damals bin ich zu McPaper, weil in Oberursel die Papeterie Döringer zugemacht hatte, und es einfach auf dem Weg mitten in der Einkaufsstraße lag. Ab sofort kaufe ich nur noch bei Papier Friedrich direkt am Homm-Kreisel. Und empfehle es auch entsprechend weiter. Es wird McPaper sicher kaum jucken, aber ich kann wenigstens wieder einen Einzelhändler vor Ort ruhigen Gewissens unterstützen. Vor allem, wo ich sowieso ansonsten bereits mehr bei kleinen Händlern als Großkonzernen kaufe – lieber den ein oder anderen Cent bzw. Euro mehr zahlen, als aufgrund geilen Geizes auf kompetente Beratung, Service und Kulanz verzichten müssen.

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6 Kommentare zu “McPaper – nie wieder”

  1. Steve

    Hi… Hab gerade durch googlen diesen Beitrag gefunden…

    Also… Ich kann Dir sagen, dass Kulanz bei McPaper leider nicht möglich ist… Dinge, die verkauft wurden, werden automatisch aus dem System (also auch dem Lagerbestand) ausgebucht. Wenn man sie zurück nehmen will, braucht man dazu die Rechnung, um diese Dinge anhand der Rechnungsnummer wieder einzubuchen. Man erstellt quasi dann eine Gutschrift anhand dieser Rechnung…. Ohne Rechnung (also den Kassenzettel) ist eine Rücknahme nicht möglich, denn dann hätte man ja zu viel Ware im Laden und zu wenig Geld in der Kasse.. Und wenn die Revision kommt, bedeutet sowas zumeist den Rausschmiss….

    Woher ich sowas weiss? Die Verkäuferin, von der Du enttäuscht bist, ist meine Mutter. (Zumindest ist sie die Filialleiterin von McPaperOberursel)
    Und nein, sie weiss nichts von diesem Blog und von meinem Kommentar und das wird auch so bleiben.

    Gruss,
    Steve

  2. Loewenherz

    Hi Steve,
    keine Ahnung, ob es deine Mutter war. Ich kann mich an zwei Frauen dort erinnern und eine davon (war nicht die bei dieser Aktion) hat mich in der Vergangenheit auch schon gut beraten. War auch der Grund, warum ich schon früher nicht nur bei Döringer, sondern auch McPaper eingekauft habe.
    Dass es keine andere Möglichkeiten der Rücknahme gibt, ist schade. Bei kleineren Betrieben habe ich es jedenfalls auch schon ohne Bon erlebt. Dann gibt es halt einen Einnahme- oder Ausgabebeleg. Konzerne sind hier halt einfach unflexibel, was vermutlich auch mit dem Aspekt von Vertrauen in ihre Mitarbeiter zu tun hat.

  3. PaperBoy

    mich interessiert nur der preis, wenn ich bei mcpaper luftpolsterfolie für 7€ krieg und im baumarkt für 4€, kauf ichs im baumarkt! Wenn im schreibwarenladen paketpapier 3€ kostet und bei mcpaper 1,70€ kauf ichs bei mcpaper. Der service interessiert mich nich, außer der verkäufer sagt mir wo ich was finde wenn ich frage ;-) Die falschen ordner könntest du gut für kontoauszüge benutzen…

  4. Crunk

    Zwar ist der Beitrag schon uralt, aber er tauscht bei Google immernoch weit oben auf.
    Ich find das alles ein bisschen übertrieben von Dir… Umtausch geht nur mit Kassenbon… Das steht auch auf dem selbigen drauf wenn du ihn mitgenommen hättest.

    Wie Steve schon gesagt hat brauchen die Mitarbeiter der Filiale den Bon, um den Vorgang wieder einbuchen zu können. Alles andere steht ausser Diskussion. Das hat auch nichts damit zu tun, dass die Kollegin in dem Fall “kein Bock” hatte, sie hats einfach nur richtig gemacht. Im Endeffekt kann sie daran auch nichts ändern.

    Es gibt da den schönen Spruch: “Dont hate the player, hate the game!”

    Sie macht die Spielregeln nicht, aber sie muss sich dran halten. Vielleicht sollte man sich einfach mal ein bisschen weiter informieren und nicht gleich hier sowas vom Stappel lassen!
    Gruß

  5. Loewenherz

    Tja, Crunk, wieder mal einer, der kommentiert, bevor er einen Beitrag richtig gelesen hat. Ich beschreibe ein Erlebnis und ziehe meine Rückschlüsse auf das Spiel – die Mitarbeiterin ist nur Ausführende, keinesfalls wirklich in der Kritik. Ob sie es wirklich richtig gemacht hat? Wenn ja, dann war meine Konsequenz ebenfalls angemessen.

    In den ca. anderthalb Jahren seit jenem Posting (von wegen “uralt”), konnte das Schreibwarengeschäft am Homm-Kreisel jedenfalls dank dieser Entscheidung einiges an Umsatz generieren, den McPaper nun eben nicht erhalten hat. Kulanz statt Vorschriften…

  6. Nun auch ehemalige Kundin!

    Also ich habe, was Kulanz bei McPaper angeht, auch schlechte Erfahrung gemacht.

    Habe vor einer guten Woche ein Päckchen bei denen Verschickt, weil die den Service der DHL ja auch anbieten.

    Ich hatte das kleine Packet der Kassierin gezeigt und ihr gesagt dass iches international verschicken möchte und sie hatte es, so sah es für mich aus, auch gewogen. Dann hat sie mir den Lieferschein für ein Paket gegeben und ich habe es ausgefüllt, da ich als unwissende Kundin vom Dienstleister davon ausgehe, richtig bedient zu werden.

    Habe mich geduldig an der einzigen offenen Kasse angestellt und schließlich der nun anderen Mitarbeiterin das Paket und den Lieferschein gegeben. Sie hat das Päckchen gewogen und es war weniger als 2 kg leicht.

    Am Ende durfte ich für ein unter 2kg leichtes Päckchen ins Ausland 40 € bezahlen. Ich hatte schon stutzig geguckt und einen Moment gezögert, aber da sich hinter mir, aufgrund der einzigst offenen Kasse, eine Schlange von mind. 8 weiteren Kunden gebildet hatte, die Verkäuferin sehr langsam und scheinbar auch sehr unwissend war und ich zudem keine Ahnung von deren Dienstleistungen habe und davon ausgehe, dass die schon fair sind und alles richtig machen, habe ich dummerweise bezahlt!

    Das alles geschah in meiner Mittagspause und nachdem sich das alles gezogen hatte bin ich auch zurück zur Arbeit und habe beim Job mich auch ungewollt von den 40€ ablenken können.

    Dann wurd eich krank. Lag am Folgetag bis Wochenende krank im Bett und habe mir noch weniger Gedanken dazu gemacht noch mich erneut zu Pc Paper bewegen können um das noch mal richtig zu stellen.

    Vorgestern (Montag) habe ich dann aus Neugier, weil mir der Lieferschein mti der Auftragsnummer in die Hände fiel, wieder daran gedacht und auf der DHL Seite mal nach den Preisen geschaut. Und siehe da: Päkchen bis 2kg international 13,90€ !!!

    Ich bin am nächsten Tag dann mit Ausdruck zu Mc Paper(Friedrichstr. in Düsseldord!!!) gelaufen und habe alles geschildert. Die kurzhaarige Dame, die mir den falschen Lieferschein in die Hände gedrückt hatte, guckt mich nur fassungslos an und sagte bloß: “Gucken sie mich nicht so an! ICH war es nicht! Ich verschicke kein Päckchen für 40 €.” Dann kam eine Kollegin dazu und hat mir erklärt, dass das Packet schon auf dem Weg ist und sie nichts mehr machen können, ich hätte noch am selben Tag dieses Problem klären sollen und mich diesbezüglich doch bitte bei der Post persönlich noch mal melden sollen, eventuell könnten die mir ja helfen. (Es stellte sich ausserdem heraus, dass die Mitarbeiterin, die als einzige eine offene Kasse hatte und mich kassiert hatte, relativ “neu” sei… arbeitet erst seit einem Monat dort! Ist für mich trotzdem kein Grund mir die Differenz, die zwei Mitarbeiterinnen von Pc Paper verbockt haben, nicht zurück zuzahlen).

    Mit meinem Lieferschein und Kassenbon von Mc Paper bin ich dannzum Hauptbahnhof in die große Post gefahren. Auch dort habe ich mich brav angestellt und dem Post MItarbeiter schließlich noch mal alles geschildert. Er war total freundlich und zuvorkomment und hatte mir mit bedauern gesagt, dass er mir nicht helfen könne, weil ich eben bei Mc Paper und nicht bei ihm war, er mache dann miese in der Kasse wenn er mir die Differenz auszahlen würde, die ein anderer aber kassierte. Verständlich! Er sagte mir, dass mc Paper aber in Stande sei, über einen gewissen Vorgang der sich EPE. nennt, mir die Differenz aus zuzahlen ohne dass das gelieferte Päckchen irgendwo im Nirvana landet. Man müsste dann über den Vorgang eine Begründung nennen… von wegen “aus Kulanz!!!” und der Betriebsinnenleiter müsste seine Unterschrift darunter setzen und gut ist. Er hatte mich schon gewarnt, dass es sein kann, dass Mc Paper sich weigert, weil die es nicht müssen… aber aus Kulanzgründen eben hätten machen können und ich sollte doch noch mal zurück gehen und fragen.

    Zurück bei Mc Paper angekommen werde ich schon mit “ach da ist unsere Freundin ja!” begrüßt. Habe denen davon erzählt, dass der Postmitarbeiter mir von dem Vorgang EPE. erzählt hat und es gehen würde und und und. Bin aber wieder nur gegen eine steinerne Wand gebrettert und am Ende wurde noch jemand dazu geholt, die scheinbar Filialleiterin oder ähnliches ist aber laut ihrer Aussage NICHT befügt Geld wieder aus der Kasse auszuzahlen.
    Dann hieß es von dieser Person nur “Das heißt für sie herum telefonieren!” und drückt mir eine Visitenkarte in die Hand mit einer Hotline von der DHL wo mich die Minute 14 ct. kosten würde. Super!

    Habe mich dann damit abspeisen lassen und für mich selber entschieden nie wieder dort einkaufen zu gehen und von diesem Geschäft auch überall abzuraten.

    Kulanz kann man bei Mc Paper wirklich nicht erwarten, selbst wenn man einen Kassenbon UND einen Lieferschein vorweisen konnte. Zudem war der Umgang dieser Arbeitskräfte mit mir als Kundin unterste Schublade! Selbst wenn ich eventuell 1-2 Jahre jünger war als diese Verkäuferinnen, so bin ich immer noch Kundin und nicht deren “Freundin”!

    Post wird von nun an nur noch bei der Post persönlich verschickt und Schreibwaren gibt es auch bei Real, der Metro und in kleineren Schreibwarenladen die zudem noch MEHR Qualität aufweisen!

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